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Die Serie - Seasons - Season 2 - Episode #16

Episode #16 ( 2.11 )
(Originaltitel: The Heart Attack)

Vorige Folge Season 2 / 2. Staffel - Die Herzattacke Nächste Folge
Nennenswerte Gastrollen:
Larry David

George glaubt, beim Essen im Monk's, dass er einen Herzanfall hat und kommt ins Krankenhaus. Elaine trifft sich mit einem Arzt, der total auf Zungen fixiert ist. Jerry versucht eine Notiz zu entziffern, die er sich des Nachtens aufschrieb. Kramer empfiehlt George einen Allgemein-Mediziner...yada yada yada...und dann ist die Folge irgendwann zu Ende.

Bezieht sich auf: (noch nix)
Bezogen in: (noch nix)

Szenenbild
Laufzeit: 22:06 (min:sek)
B
o
n
u
s
Audio Kommentar (X) Script
(engl (-) / deutsch (-))
Yada Yada (X)
Backstagestorys (-) Deleted & Alternative Scenes
(X)
Outtakes (-)
Audiokommentar von Larry Charles

  • Larry Charles: "Diese Folge mag ich am liebsten. Geschrieben von meiner Wenigkeit, Larry Charles. Mit dem alten (Seinfeld) Logo. Die Grundidee von 'The Heart Attack' hatte damit zu tun, in diesem Alter zu sein. Ich und die meisten, die ich in diesem Alter kannte waren dauernd fest überzeugt, sie hätten einen Herzanfall. Ob Blähung oder Ziehen, was uns auch plagte, wir nahmen immer an, es wäre ein Herzanfall. Ich fand das immer recht lustig, es war ja reine Einbildung. Jetzt, wo ich älter werde, finde ich es weniger lustig.

    (Über Jerrys Stand-Up --->) Ich mochte Jerrys Idee, dass uns der Appetit nie ausgeht. Außerdem stand ich noch ziemlich auf...
    (Larry David im B-Movie --->) Das ist Larry David in einem miesen Sciencefictionfilm mit dem Titel 'The Flaming Globes of Zigmond'. Damals stand ich ziemlich auf miese Sciencefictionfilme. ich blieb echt die ganze Nacht auf, um mir furchtbare Filme anzusehen. Das war Larry Davids Schauspieldebüt in SEINFELD, glaube ich.
    Neben dem Bett hatte ich einen Block, um Ideen aufzuschreiben. Manches in meinen träumen schien mir so brillant. Jerry und ich sind übrigens beide Linkshänder. Am nächsten Morgen beim Aufwachen stellt man entsetzt fest, dass man keine Ahnung hat, was da steht, es ist komplett unleserlich.

    Die Idee von der mitgebrachten Gurke stammt von Larry. So verrückt es klingen mag, wer mal mit Larry David gegessen hat, weiß, das ist typisch Larry, er macht so was wirklich. (Jerry liest den unleserlichen Zettel im Monk's --->)Hier führen wir Plotelemente ein. Es wurde ein toller Renner in der Sendung, dass jeder versucht, das Gekritzel zu entziffern. Ich wachte ein paar Mal mitten in der Nacht auf und schmierte was auf den Block und am Morgen konnte ich es dann nicht entziffern und diese Frustration schleppte ich den ganzen Tag mit mir rum. Vielleicht hatte ich ja die beste Idee meines Lebens und kann sie nicht mehr entziffern. Das schien mir, als Dilemma für einen Komiker, perfekt zu Jerry zu passen.

    (George hat einen Bericht über Kerzkrnakheiten gesehen und bekommt anscheinend einen Herzanfall -->) Und mir ist das oft passiert. Ich war überaus empfänglich für suggestive Einflüsse. Aber ich konnte auch nicht umschalten.
    Pat Hazell, der beim Schreiben half und damals mitarbeitete, ist der Mann hinter dem Vorhang der stöhnt. Also diesen Schlauch (an Georges Nase) fand ich nie gut. Er erschien mir nie sehr realistisch. (Jerry erfährt, dass George keinen Herzanfall hatte--->) Nach dieser Information kann Jerry George quälen. (Jerry fragt George nach der Blackhawks-Jacke--->) Larry David hatte eine tolle Blackhawks-Jacke. Die Geschichte basiert auf dem Wissen, dass er keinen Herzanfall hat. Gleichzeitig hat auch die Szene in sich einen witzigen Haken. Die Szene treibt nicht nur die Geschichte voran, auch die Szene als solche ist amüsant. Hinter der Szene an sich steckt eine tolle Idee. (Jerry erstickt George mit einem Kissen --->) Das ist wieder ein sehr böser Witz. Ich bin überrascht, das 'Jerk off' (Du hats sie wohl nicht alle) nicht herausgeschnitten wurde. Dafür habe ich keine Erklärung. Der schwarze Humor, über jemand Witze zu machen, der so krank ist. Wie jeder von uns schon mal macht George hier wieder schwachsinnige Ankündigungen, die er nicht zu halten beabsichtigt.

    Also Elaine...Die Folge hier....Oft....Die Folgen waren oft sehr lang und mussten gekürzt werden, der Sender hatte uns ja eine Länge vorgegeben. Es gab also viele Szenen und Extras, die am Ende rausgeschnitten wurden. In dem Fall war es eine ganze Szene mit Elaine, die im Krankenhaus eine alte Zeitschrift liest und von einem Artikel total fasziniert ist, doch sie darf die Zeitschrift nicht mitnehmen, obwohl die schon zehn Jahre alt war. Die gelöschten Szenen und die Geschichte sind auf der DVD zu sehen und es ist irgendwie aufregend, dass sie si wieder lebendig werden. Die Geschichte von Elaine und dem Arzt war eigentlich viel düsterer, so wie sie ursprünglich angelegt war. Der Fetischismus des Arztes war viel stärker ausgeprägt, er war ganz schön pervers. Diese Geschichte haben wir schliesslich den Vorgaben des Senders angepasst.
    (Georges Mandeln sind nachgewachsen. --->) Meine Mandeln wuchsen übrigens wirklich nach. Elaines merkwürdige Verführungstechniken. Wir erwähnen die Capulets und Montagues, ohne das zu erklären. Wir halten unsere Zuschauer für so intelligent, dass sie die Anspielung verstehen. Und wenn nicht, dann kommen sie schon drauf. (Die deutschen Synchronisten sahen das anders und machten daraus Camilla und Prinz Charles. Auf Französisch heisst es auch Capulet und Montague.)
    Ein Kennzeichen der Sendung war die Intelligenz des Publikums zu achten. Was sich, wie ich meine, auch bezahlt gemacht hat. Für eine weibliche Rolle war es sehr freizügig, sexuelle Lust so unverhohlen zum Ausdruck zu bringen wie ein Mann. Das war ein mutiger Schritt, denke ich, für Frauenrollen im Fernsehen für die Zeit und ganz bestimmt für Sitcoms.
    Hier wird auch erstmals Robert Sacamano erwähnt, glaube ich. Bob Sacamano, der damals einer meiner besten Freunde war. Wir kannten uns schon als Kinder. Aber kurz nach der Folge hatten wir Krach, seitdem haben wir Funkstille. Er wurde höchst unwillig eine Berühmtheit mit Kultstatus. Wenn er irgendwo hinging und seinen Namen sagen musste, hieß es nur: 'Bob Sacamano, wie der im Fernsehen. Sind sie etwa der?' Und ich glaube, nach einer Weile nervte ihn das ziemlich.

    (Kramer will George aus dem Krankenhaus schaffen. --->) Wieder mal Kramer mit seinen Verschwörungstheorien. (Kramer mit hoher Stimme: 'My Name is Bob') So steht's im Drehbuch, aber das kann man so von keinem einfordern. Das kommt allein aus Michael (Richards) selbst. Kramer bietet immer die Alternative an, alternative Geschichte, alternative Medizin. Es gibt eine ganze Welt, mit der Kramer verbunden ist. Das zeigt mein Interesse an alternativer Geschichte, alternativer Medizin, der Wahrheit hinter den Lügen, die die Gesellschaft und erzählt, den Verschwörungen. Kramer hatte eigentlich gar keinen Vornamen. Er war einfach Kramer. Er basierte vage auf einem Mann namens Kenny Kramer. Aber wir wollten eben sehen, ein geistreicher Einfall von uns, wie lange wir damit durchkämen, den Vornamen zu verheimlichen, was garnicht so leicht war. Die ersten paar Jahre war's nicht so schwer, erst ab der dritten Staffel. Ein paar Mal konnten wir uns irgendwie rumschwindeln. Irgendwann schrieb ich dann eine Folge, ich weiß nicht mehr welche, wo wir enthüllten, er heißt Conrad. Das behielten wir eine Weile auch so bei, die ganze Woche sogar, aber allmählich fiel die Geschichte, in der sein Vorname enthüllt wurde, irgendwie weg. Erst in der darauf folgenden Staffel kam das Thema wieder auf. und ich glaube, es war Larry, der den Namen Cosmo aufbrachte.
    Wir hatten das Glück, den Helfer mit Stephen Tobolowsky zu besetzen, der wieder mal ein überaus spontanes, überdrehtes Spiel zeigte. Es wurde sehr schwer, diese Szene zu drehen, denn Jerry und George brachen dauernd ab. Das zeigt wirklich, wie komisch Stephen Tobolowsky ist, was auch schon woanders zur Genüge gezeigt wurde. Der Text steht zwar im Drehbuch, aber was Stephen mit seinem Körper macht, das hat er ganz allein ausgearbeitet. Diese ganzen Handbewegungen. Das nehme ich ihm total ab. (Tor zu Jerry: Sie essen zu viel Eiweiss) Das hat Marilu Henner...Sie spielte in 'Evening Shade' nebenan. Eines Tages kam sie zu mir. Sie ist auch Hellseherin. Sie sagte: 'Du isst zu viele Milchprodukte.' Da hörten alle auf Milchprodukte zu essen, glabe ich. Wir versuchten immer mit der Form zu experimentieren, sie zu erweitern. Wir benutzten immer Jerrys Stimme um seine eigentlichen Gedanken zu erfahren. Wir hatten oft darüber geredet. Hier schien es ganz gut zu funktionieren.

    (Elaine und der Arzt im Auto --->) Das war die an den Sender angepasste Version von etwas, das eigentlich eine Szene war, wo Elaine aufwacht, nachdem der Arzt sie betäubt und merkwürdige Dinge mit ihrer Zunge angestellt hatte. Larry und ich haben vorher Sketche gemacht, wir hatten das Bedürfnis, mit Figuren zu arbeiten. Wir beide, weil wir da beide wirklich eigen sind, fanden es immer zu einfach, eine Figur zurückzuholen, die funktioniert hat. Es war viel schwerer, eine neue Figur zu erschaffen. Damals dachten wir also nicht daran, jemand zurückzuholen, es sei denn, es war absolut notwendig. Newman führten wir zum Beispiel schon früh als Stimme aus dem Off ein. Doch als Wayne Knight und die Idee ihn als Nachbar einzusetzen, aufkam, schien das die rechte Ergänzung zur rechten Zeit. Wir suchten immer nach neuen Ideen für unsere Folgen und dachten nie daran, nochmal was für den Heiler zu schreiben. Wir wollten was Neues schaffen, darum fanden wir viele, so gut sie auch waren und so gern ich es auch gewollt hätte, dass sie in anderen Rollen spielen, nie Möglichkeiten, sie wieder in einer Rolle einzusetzen.

    (George trinkt den heilenden Saft --->) Wir ließen ihn hier schliesslich den Tee trinken, wussten aber nicht, wie es weitergehen sollte. Welche Folgen sollte es haben, wenn er den Tee trinkt? Das hat uns einige Tage beschäftigt. Mir kam die Idee, die Geschichte zu verwenden, die ich in 'The New York Times' über zwei Ambulanzfahrer gelesen hatte. Eine wahre Geschichte über zwei Fahrer, die sich prügelten, während sie einen Mann ins Krankenhaus fuhren. Sie hielten an und schlugen sich, während der Mann im Rettungswagen starb. Wir überlegten, was wir mit George tun sollten und Larry schlug vor, wir sollten ihn lila werden lassen, dafür gibt es zwar keine medizinische Grundlage, aber es ist lustig.
    Einer der Fahrer, John Fleck, ist ein angesehener Performance-Künstler und Schauspieler. Und Larry hatte die Idee, dass der Streit wegen einer lächerlichen Sache z.B. wer die Chuckles gegessen hat, ausbrechen soll.
    (Elaine und der Arzt im Auto --->) Ich musste mich informieren, um zu wissen, wie die Zunge funktioniert. (Der Ambulanzfahrer schaut nciht auf die Straße --->) Und wieder ein schrecklicher Autounfall mit Verletzten in einer Sitcom, war ungewöhnlich und ich fand das amüsant. Ich glaube, in gewissser Weise kamen Jason und Julia bereits mit großartigem Werkzeug ausgerüstet zu uns. Und ich glaube, dass Michael und Jerry sich im Laufe dieser 13 Folgen weiterentwickelt haben. In Kramers Fall, in Michaels Fall wurde die Figur praktisch in den ersten 13 Folgen erfunden. Die Kombination von Larry und Jerry und mir und Michael erlaubte es dieser Figur, sich in diesen 13 Folgen zu entwickeln und gab Michael mehr Spielraum, mit diesem Charakter zu experimentieren. Man sieht die Entwicklung der Figur Kramer. Und Jerry, der sich gerade Seebeine wachsen lässt, als Sitcom-Künstler, trifft seine Markierungen und sagt seinen Text. Er fühlte sich langsam wohl dabei. Er lernt schnell. Er wollte gut sein. Und dafür hat er hart gearbeitet. Darum denke ich, als er seinen Rhythmus gefunden hatte, riss er die ganze Truppe mit. Die einzelnen Figuren sind auch viel entspannter und schlagfertiger, seit Jerry sich wirklich wohl dabei fühlt.

    In meiner Kindheit gab es immer den Spielfilm am Nachmittag. Sie zeigten einen Film zwölf Mal in einer Woche. es erschien mir daher plausibel, dass dieser Film dauernd läuft. Ich bat Larry die Rolle von Zigmund zu spielen. Ein anderer kam für mich nicht in Frage.

    (Jerrys Abschluss-Stand-Up --->) Hier sind wir wieder auf der Bühne, wo die Sendung reflektiert wird, was wunderbar funktioniert. Wir hatten keine Ahnung, wie man 13 Folgen einer Sendung dreht. Darum werden wir oftmals und von vielem überrascht, wir spürten, wie viel Anspannung und Anstrengung es uns abforderte, diese 13 Folgen zu drehen. Larry...Und andere werden das bestätigen, aber Larry bettelte, ja betete, darum, die Sendung möge abgesetzt werden, damit wir von der Qual erlöst würden, diese Folgen zu produzieren. Auch wenn wir glaubten, die Folgen seien echt gut und die Sendung sei echt gut, kämpften wir mit den Quoten und den Lesungen und Proben folgten anstrengende Meetings. Die Folgen richtig hinzubekommen war viel Arbeit. Wir hatten auch wenig Erfahrung damit. Und ich glaube, wir alle dachten, danach würde es ohnehin vorbeis sein. Darum hatten wir viel Stress während der ersten 13 Folgen. Doch das war, weil wir alle unbedingt wollten, dass jede Folge ein Juwel würde, das für sich allein stehen konnte. Wir wollten jede Folge gut machen, weil wir dachten, wir machen nur 13 Folgen. Das setzte dann einen Standard für jede Folge, die diesen 13 folgte. Aber eigentlich eher unabsichtlich."



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